Wochenrückblick: Neue Testverordnung, Kundschaft fühlt sich sicher, Delta-Variante und mehr

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Die neue Testverordnung bringt eine veränderte Dokumentation mit sich. Die Kundschaft vertraut den Apotheken hinsichtlich Hygiene und Sicherheit. Die Delta-Variante breitet sich aus. Das und mehr im Wochenrückblick.

Neue Testverordnung und Dokumentation

Am Mittwoch billigte das Kabinett die aktualisierte Testverordnung, um weitere Abrechnungsbetrügereien einzudämmen und die Kosten zu senken. Folgende Änderungen sind relevant:

  • Die Vergütungen werden von bis zu 18 Euro pro Test inkl. Sachkosten für das Testmaterial ab 1. Juli pauschal auf 3,50 Euro pro Testkit und 8 Euro für die Abnahme und Auswertung der Tests gesenkt.
  • Die für die Abrechnungen zuständigen kassenärztlichen Vereinigungen in den Ländern sollen zusätzliche Prüfungen (auch vor Ort) vornehmen. Die Teststellenbetreiber müssen ihnen dafür Auskünfte und Dokumentationen – beispielsweise die Personalangaben aller getesteten Personen – vorlegen können.
  • Private Testzentren werden künftig nach Einzelprüfung zugelassen, Apotheken müssen für ihre Teststellen nicht gesondert beauftragt werden und es entfällt der Nachweis, dass sie zuverlässig sind und infektionsschutzrechtliche sowie weitere Anforderungen gewährleisten können.

Des Weiteren kommen auf testende Apotheken neue Dokumentationspflichten zu, die bis zum 31. Dezember 2024 unverändert aufbewahrt und gespeichert werden müssen – dazu gehören:

  • Öffnungszeiten und Anzahl der Personen, die die Tests durchführen, pro Tag
  • Vornamen, Familiennamen, Geburtsdatum und Anschrift der getesteten Person, Art der Leistung, Testgrund, Tag, Uhrzeit, Ergebnis der Testung und Mitteilungsweg an die getestete Person (zum Beispiel per E-Mail oder als Papierausdruck)
  • individuelle Test-ID gemäß der Marktübersicht des Bundesinstituts für Arzneimittel und Medizinprodukte
  • bei einem positiven Testergebnis ein Nachweis der Meldung an das zuständige Gesundheitsamt
  • schriftliche oder elektronische Bestätigung der getesteten Person oder ihres gesetzlichen Vertreters über die Durchführung des Tests
  • bei der Abrechnung von Sachkosten der Kaufvertrag oder die Rechnung und bei unentgeltlicher Bereitstellung ein Nachweis des Bezugs

Alle Unterlagen müssen der KV nicht grundsätzlich weitergesendet werden, müssen jedoch auf Verlangen vorgezeigt werden.

 

In der Apotheke fühlt sich die Kundschaft vor Corona sicher

Die Apotheken liegen laut einer Umfrage des Bundesverbandes der Arzneimittel-Hersteller bei den Themen Sicherheit und Vertrauen weit vorne. Die Bevölkerung fühlt sich in der Apotheke vor Ort sicher vor einer Corona-Infektion. Sie ist sogar mit 68 Prozent der am sichersten empfundene Ort der abgefragten öffentlichen Räume. Bei Besuchen von Freunden, Verwandten und Bekannten fühlen sich 60 Prozent der befragten Menschen risikofrei – gefolgt von Treppenhäusern mit 57 Prozent und belebten Plätzen sowie Arztpraxen mit 55 Prozent.

 

Tipps bei zu großer Hitze

Die ABDA hat in Zusammenarbeit mit der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) ein Poster und ein Faltblatt zur Sommerhutze und den idealen Schutz veröffentlicht, die für Apotheken bestellbar sind. Sie richten sich speziell an ältere Menschen. Falls du bereits jetzt deine Kundschaft aufklären möchtest, lade dir die Faltblätter zur Sommerhitze direkt runter. Natürlich kannst du ebenfalls auf ein Paket der BZgA mit kostenlos bestellbaren Informationsmaterialen warten, das in den kommenden Tagen in den Apotheken eintreffen wird.

 

Baden-Württembergs Apotheken starten bald mit Impfungen

Am Mittwoch bekräftigte der Präsident der Landesapothekerkammer Baden-Württemberg Dr. Günther Hanke den Start der Grippeimpfungen in den Apotheken ab 1. November. In drei ausgewählten Modellregionen dürfen ausgebildete Apotheker:innen die Versicherten der AOK gegen die saisonale Grippe impfen. Obwohl mit diesem Angebot vor allem die Menschen erreicht werden sollen, die sich sonst nicht impfen lassen würden, kommt Kritik aus der Ärzteschaft, die das Impfen in den Apotheken als nicht sicher erachten.

 

Delta-Variante breitet sich aus

In Russland häufen sich die Nachrichten zur Verbreitung der Delta-Variante des Coronavirus. Sie soll für die höchsten Todesfallraten seit Januar gesorgt haben. In Moskau ist sie bereits für 90 Prozent aller Neuinfektionen verantwortlich. Sie trat zuerst in Indien auf und ist ansteckender als die anderen Coronavirus-Varianten. Alon Rappaport – medizinischer Direktor von Pfizer in Israel – hat diesbezüglich gute Nachrichten: Der Impfstoff Comirnaty soll zu rund 90 Prozent eine COVID-19-Erkrankung und zu 96 Prozent einen schweren Verlauf verhindern. Auch der Impfstoff der Firma AstraZeneca soll eine ausreichende Wirksamkeit gegen die Delta-Variante besitzen. Der Anteil der Delta-Variante in Deutschland hat sich laut Angaben des RKI innerhalb einer Woche bereits verdoppelt, die Inzidenz der Coronainfektionen fällt jedoch allgemein weiter.

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