Wochenrückblick: kostenpflichtige Tests, Maskenproduktion, Auffrischungsimpfungen

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Ein Ende der kostenlosen Tests ist beschlossen, Auffrischungsimpfungen können jetzt zertifiziert werden und die Maskenproduktion in Deutschland steht still. Diese Themen und mehr findest du im Wochenrückblick.

Bürgertests ab Oktober kostenpflichtig

Was lange diskutiert wurde, ist jetzt beschlossen: Ab 11. Oktober enden die kostenlosen Bürgertests. Der Bund begründet die Entscheidung damit, dass mittlerweile allen Bürger:innen ein Impfangebot gemacht wurde. Ausnahmen sind Kinder unter zwölf Jahren. Für Zwölfjährige, die bis Ende November einmal geimpft wurden, sind die Tests ab Dezember kostenpflichtig. Die ABDA kritisiert die Übergangsreglung, da für Kinder, die in diesem Zeitraum das zwölfte Lebensjahr erreichen, vor Dezember keine vollständige Impfung möglich ist.

Stillstand bei der Maskenproduktion

Laut Maskenverband Deutschland haben deutsche Hersteller die Produktion von Corona-Schutzmasken vollständig eingestellt. Als Grund werden zum einen das große Angebot günstigerer Masken aus China, zum anderen das daraus resultierende Ausbleiben von Großaufträgen seitens des Gesundheitswesen und der öffentlichen Abnehmer:innen genannt.

Zertifizierte Auffrischungsimpfungen sind ausstellbar

Seit Mittwoch können die Apotheken einen Nachweis über eine durchgeführte Auffrischungsimpfung ausstellen. Die Funktion wird über das DAV-Portal angeboten. Das Zertifikat kann nur ausgestellt werden, wenn die Dokumentation der Erst- und Zweitimpfung vollständig vorliegen sowie die Identität und Dokumente der Person kontrolliert wurden. Die Booster-Impfung ist nach Ausfertigung sofort gültig, da bereits vorher vollständiger Impfschutz bestand.

STIKO empfiehlt Impfung für Schwangere und Stillende

Die STIKO spricht sich für die Impfung von bisher nicht oder unvollständig geimpften Schwangeren ab dem zweiten Trimenon und Stillende mit zwei Dosen eines mRNA-Impfstoffs aus. Die Empfehlung resultiert aus der aktuell verbesserten Datenlage, da sich weltweit – trotz keiner expliziten Fürsprache – viele Schwangere und Stillende für eine Impfung entschieden. Die STIKO hat die gesammelten Datensätze systematisch ausgewertet und stimmte zu, dass eine Schwangerschaft das Risiko auf einen schweren Verlauf einer Corona-Infektion erhöht und es somit eher zu Komplikationen kommen kann. Die optimale Voraussetzung bezüglich einer Erkrankung sei laut STIKO eine vollständige Impfung vor Schwangerschaftseintritt.

Gefälschte Impfpässe: Das ist zu beachten

Laut BKA (Bundeskriminalamt) sollen Apotheken bei der Ausstellung von Zertifikaten die Echtheit der Impfdokumente ausführlich kontrollieren, denn die Behörde beobachtet in den sozialen Netzwerken eine vermehrte Nachfrage von gefälschten Impfbüchern. Bei einer vermuteten Fälschung soll das gelbe Impfbuch beschlagnahmt und die örtliche Polizei informiert werden.

Neues Tierarzneimittel-Gesetz (TAMG) beschlossen

Am Freitag haben die Bundesländer das neue Tierarzneimittel-Gesetz befürwortet. Im Januar 2022 tritt damit ein Versandhandelsverbot für Rx-Präparate in Kraft, die es nur in der Apotheke vor Ort oder beim Veterinärarzt gibt. Außerdem unterliegen neu eingeführte Produkte einer Meldepflicht, auch wenn sie nicht der Zulassungspflicht unterliegen. Bei rezeptfreien Humanarzneimitteln für Tiere ist ebenfalls Vorsicht geboten: Laut § 50 TAMG dürfen sie lediglich durch eine/n Veterinärmediziner:in verordnet werden.

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