Wochenrückblick: Impfgipfel, Betrug in Testzentren, Impfungen bald in Betrieben

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Foto: iStock/SolStock

Der Impfgipfel war vor allem in Bezug auf Kinder und Jugendliche relevant. In einigen Testzentren gab es Betrugsfälle. Mehr als die Hälfte der Betriebsärzt:innen hat Corona-Impfstoffe bestellt. Unser Wochenrückblick.

Impfgipfel: Termine für Kinder

Am Donnerstag trafen sich Bundeskanzlerin Angela Merkel und die Ministerpräsident:innen zum Impfgipfel. Wichtigste Erkenntnis: Auch Kinder und Jugendliche sollen sich gegen das Coronavirus impfen lassen können. Die Europäische Arzneimittelagentur (EMA) gab gestern offiziell den Impfstoff von BioNTech/Pfizer für Kinder ab 12 Jahren frei. Merkel erklärte, dass jedoch keine Dosen für diese Altersgruppe reserviert würden. Nach Aufhebung der Priorisierung am 7. Juni können sie sich wie alle anderen Personen, die sich impfen lassen wollen, um einen Termin bemühen. Einen Impfzwang werde es nicht geben.

Ein weiteres Thema war der digitale Impfausweis, der Ende Juni kommen soll und wahrscheinlich EU-weit gültig sein wird. Nach der Ankündigung stimmte der Bundesrat am Freitag mehreren Änderungen des Infektionsschutzgesetzes zu, bei denen es auch um den Ausweis ging. Künftig dürfen demnach nicht nur Ärzt:innen, sondern auch Apotheker:innen Nachtragungen im Impfpass vornehmen.

Betrug bei Testzentren

Tausende Testzentren entstanden bundesweit innerhalb kürzester Zeit. Bis zu 18 Euro gibt es vom Staat für Anbieter eines Corona-Schnelltests. Da kein Nachweis über die Stückzahl des Einkaufs gefordert wurde, kam es an gewissen Stellen zu Betrug – wie mehrere Medien am Donnerstag berichteten. Das Bundesgesundheitsministerium erklärte daraufhin am Freitag, dass nachträgliche Kontrollen möglich seien. „Die Daten, die für die Kontrolle der korrekten Leistungserbringung nötig sind, müssen bis zum 31. Dezember 2024 aufbewahrt werden“, so ein Sprecher.

Betriebsärzt:innen dürfen impfen

In Deutschland gibt es ungefähr 12.000 Betriebsärzt:innen, die sich ab dem 7. Juni an der Impfkampagne gegen das Coronavirus beteiligen können. Mehr als die Hälfte hat in der ersten Woche nach Freigabe eine Impfstoff-Bestellung aufgegeben. Ab der übernächsten Woche wird es somit tausenden Beschäftigten möglich sein, sich in den Betrieben impfen zu lassen. Für die nächste Bestellung gilt: Betriebsärzt:innen müssen bis zum 2. Juni um 12 Uhr per Rezept die gewünschten Impfmengen bei den jeweiligen Apotheken ordern.

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