Trotz Lockdown – 3 Tipps für mehr Motivation hinter dem HV-Tisch

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Der Lockdown zieht sich bereits über Monate. Der Experte Simon Hahnzog erklärt, wie du jetzt stressfrei mehr Motivation in den Apotheken-Alltag bringen kannst und wie wichtig du und deine Kolleg*innen sind.

Seit einem Jahr verlangt dir die Arbeit in der Apotheke noch mehr ab: Durch die Corona-Pandemie sind die Kund*innen gestresst. Zudem bist du durch viele Kontakte einem erhöhten Infektionsrisiko ausgesetzt. Hinzu kommt der fehlende Ausgleich in der Freizeit, da viele Aktivitäten zurzeit nicht stattfinden können.

1. Kontakte zur Kolleg*innen nutzen

Besonders wichtig für deine Motivation sind die Sozialkontakte zu deinen Kolleg*innen: „Unbedingt diese zum Austauschen und Quatschen nutzen", empfiehlt Dr. Simon Hahnzog, Psychologe und akademischer Direktor des Kernkompetenzzentrums Gesunde Arbeit und Resilienz an der Steinbeis Augsburg Business School. Es tut gut, einmal die Woche bewusst mit anderen darüber zu sprechen, wie es dir geht, was belastend ist und was schön läuft. „Eine solche Teamrunde wirkt ungemein stärkend“, so der Experte.

2. Denk daran: Du bist ein*e Alltagsheld*in

Es wirkt zudem positiv, wenn du dir immer wieder klar machst, dass du für viele Menschen in der Krise ein wichtiger und hoffnungsvoller Anker bist. „Sich bewusst zu machen, dass Sie besonders für alte und alleinstehende Menschen und solche, die sich seit einem Jahr Sorgen um ihre Gesundheit machen, eine wichtige und vielleicht sogar die einzige Stütze sind, kann hilfreich sein“, so Hahnzog. Zudem rät er: Erinnere dich am Abend an die drei Kund*innen, die heute dankbar, freundlich und/oder nett waren. Sollten sie hingegen ihrem Frust bei dir Luft machen, beachte, dass es dabei nicht um dich geht. „Vielmehr handelt es sich an dieser Stelle um eine Projektionsfläche für den Unmut gegenüber der Politik und der Situation an sich“, betont der Psychologe.

3. Kleine Änderungen im Privaten schaffen neue Impulse

Zudem solltest du die Distanz, also den Weg zwischen Arbeit und der Wohnung bewusst nutzen. Versuche auf dem Weg den Stress hinter dir zu lassen und freue dich auf dem Nachhauseweg auf etwas Schönes – zum Beispiel auf ein leckeres Essen oder ein Entspannungsbad.

Lockdown – die kleinen Fallstricke im Alltag

Generell sind feste Strukturen im Lockdown-Alltag wichtig, denn sie sorgen für das Gefühl von Sicherheit. „Der Nachteil ist allerdings, dass sie für Eintönigkeit sorgen und diese kann demotivieren“, sagt Simon Hahnzog. „Unser Gedächtnis funktioniert so, dass wir uns bei längeren Zeiträumen nur an die Highlights erinnern und uns diese dann motivieren. Deshalb ist es jetzt wichtig, solche „Peaks“ zu schaffen.“

Im Lockdown kann es deshalb helfen, wenn du dich fragst: „Wie kann ich etwas anders machen?“ Das kann schon bedeuten, einfach an einem anderen Ort in der Wohnung zu essen oder die Zeit am Wochenende anders zu gestalten. So entstehen kleine, andere Perspektiven. Sie sorgen für neue Impulse und im besten Fall für mehr Motivation. Und wenn es jetzt wieder die Möglichkeit gibt, mit Termin in deiner Lieblingsbuchhandlung zu stöbern oder Blumen für den Balkon oder Garten zu kaufen, solltest du das tun. Positive Erlebnisse schaffen Energie für unseren sonst so eingeschränkten Pandemie-Alltag.

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