Sinusitis: Beratungstipps zur Winterkrankheit

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Foto: iStock/ Hiraman

Viele Erwachsene erleiden mindestens einmal im Jahr eine Nasennebenhöhlenentzündung (Sinusitis), häufig in der kalten Jahreszeit, die häufig optimale Bedingungen für bakterielle und virale Infektionen schafft.

Die Beschwerden einer Nasennebenhöhlenentzündung halten typischerweise etwa acht bis 14 Tage an und können die Lebensqualität einschränken. Die Therapie erfolgt in der Regel symptomatisch. Entzündungshemmende Analgetika, Nasensprays und pflanzliche Sinusitis-Präparate können Abhilfe schaffen.

Physiologie und Symptome

Zu den Nebenhöhlen gehören die Kieferhöhlen, die Stirnhöhlen, die Siebbeinzellen und die Keilbeinhöhle. Dies sind normalerweise luftgefüllte Räume im Schädel, die mit einer sekretbildenden Schleimhaut ausgekleidet und über schmale Gänge mit der Nase verbunden sind. Bei einer Sinusitis entzünden sich die Schleimhäute und schwellen an – es kommt zu einem Sekretstau. Sind alle Nebenhöhlen gleichzeitig betroffen, handelt es sich um eine Pansinusitis.

Von einer chronischen Nasennebenhöhlenentzündung spricht man, falls eine Sinusitis länger als zwei bis drei Monate dauert. Eine akute Sinusitis ist meist gekennzeichnet durch einen Schnupfen mit gelbgrünem Sekret, Zahnschmerzen, ein allgemeines Krankheitsgefühl und eine näselnde Stimme. Außerdem macht sie sich durch ein Druckgefühl im Kopf und Berührungsempfindlichkeit des Gesichts im Bereich der betroffenen Nebenhöhle(n) bemerkbar.

Ursachen

In 90 Prozent der Fälle wird die Sinusitis durch Viren (meist Rhino- oder Influenzaviren) verursacht, seltener sind Bakterien wie zum Beispiel Streptokokken, Haemophilus influenzae, Chlamydien oder Mykoplasmen der Auslöser. Oft ist die Infektion zuerst viral bedingt. Im späteren Verlauf kann es zu einer bakteriellen Superinfektion kommen.

Behandlungsmöglichkeiten

Zum Einsatz kommen sowohl medikamentöse als auch nicht-medikamentöse Therapien. Ziel ist es in erster Linie, die Entzündung zu reduzieren und den natürlichen Sekretabfluss wiederherzustellen. Wichtig ist der regelmäßige Einsatz von abschwellenden Nasentropfen oder -sprays, beispielsweise mit den α-Sympathomimetika Xylometazolin oder Oxymetazolin. Eventuell mit ätherischen Ölen kombiniert, verschaffen diese innerhalb weniger Minuten eine Erleichterung, da die Patienten wieder durchatmen können. Auch spezielle Sinusitis-Nasensprays mit Glycerol und Tanninen lösen auf der Schleimhaut einen starken Flüssigkeitsaustritt durch Osmose aus, sodass auch hier die Nase befreit wird.

Schleimlöser mit den Wirkstoffen Ambroxol oder Acetylcystein können zusätzlich eingenommen werden, um den Schleim zu verflüssigen und damit den Sekretstau zu lösen. Zusätzlich bietet sich in der Regel an, ein entzündungshemmendes Schmerzmittel mit Ibuprofen oder Acetylsalicylsäure einzunehmen. Auch Kombinationspräparate, bei denen ein Analgetikum mit Pseudoephedrin oder Phenylephrin kombiniert ist, können Linderung verschaffen. Außerdem können Salz bzw. Meerwassernasensprays sowie auch Nasenduschen mit größerem Spülvolumen lindernd wirken.

Zudem gibt es eine Reihe von Präparaten auf den Markt, die auf Basis von Pflanzeninhaltsstoffen abschwellend und schleimlösend wirken und bei der Behandlung der Sinusitis erfolgreich eingesetzt werden können. Bei Hinweisen auf eine bakterielle Infektion kann ein Antibiotikum verordnet, in schweren chronischen Fällen kann sogar ein operativer Eingriff notwendig werden.

Nichtmedikamentöse Beratungstipps

Wichtig ist es, viel zu trinken und auf eine ausreichend hohe Luftfeuchtigkeit zu achten. Dampfinhalationen, feuchtwarme Wickel und Rotlichttherapie können helfen, die Entzündung auszuheilen. Dem Körper sollte ausreichend Ruhe gegönnt werden, um gesund zu werden. Tritt nach einer Woche keine Besserung ein, verschlechtern sich die Symptome sogar oder kommt Fieber über 39 Grad hinzu, sollte ein Arzt aufgesucht werden.

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