Schon gewusst? Blaulicht von Smartphones beeinflusst die innere Uhr

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Man liegt nachts im Bett, schließt die Augen – plötzlich wird es neben einem hell. Eine der Apps auf unserem Handy will uns etwas mitteilen. Doch das ist nicht der einzige Grund, warum Smartphones unseren Schlaf stören.

Ob Gruppennachricht auf WhatsApp oder Push-Meldung einer App. Das Aufleuchten des Displays reicht häufig aus, um unseren Schlaf kurzzeitig zu unterbrechen. Vor allem dann, wenn wir lichtempfindlich sind.

Der eine ärgert sich dann darüber, dass er das Smartphone nicht mit dem Display nach unten auf den Nachttisch gelegt hat und holt das nach, die andere gibt den Code ein und liest sich die Nachricht durch, verfasst noch eine Antwort und verliert sich im Anschluss minutenlang in anderen Apps unseres nicht mehr wegzudenkenden Begleiters.

Das blaue Licht des Displays stört den Schlaf

Dabei sind der Ärger oder die Verzögerung des Schlafs nur ein negativer Aspekt. Wissenschaftler warnen vielmehr vor dem Blaulicht (Wellenlänge: 450 bis 470 Nanometer) der Geräte. Es wirke sich negativ auf das für den Schlaf verantwortliche Hormon Melatonin in unserem Körper aus. Das hat im vergangenen Jahr unter anderem Dr. Oliver Stefani mit dem Team vom Basler Zentrum für Chronobiologie untersucht. Laut deren Studie bewirken höhere Blauanteile, die von einem Bildschirm unabhängig von seiner Helligkeit abgestrahlt werden, die Unterdrückung von Melatonin und somit eine höhere Wachsamkeit.

Tipps für einen besseren Schlaf

Auch wenn die Untersuchungen noch am Anfang stehen und es für ein abschließendes Urteil zu früh ist, raten Experten dazu, ein bis zwei Stunden vor dem Schlafengehen die Blaufilter- und Nachtmodus-Funktionen am Smartphone zu aktivieren. Auf vielen Geräten lässt sich das automatisch einstellen, sodass ein tägliches manuelles Umschalten entfällt.

Noch sinnvoller ist es, das Smartphone erst gar nicht mit in das Schlafzimmer zu nehmen oder es zumindest nicht direkt neben dem Bett abzulegen. Wie eine Arbeitsgruppe um Professor Dr. Adrian F. Ward in einer Studie mit 800 Probanden aus den USA zeigt, sorgt das tagsüber zuhause oder im Büro auf dem Tisch liegende Smartphone für eine erhöhte Unkonzentriertheit. Alleine die Präsenz des Mobiltelefons wirke sich ablenkend und stressfördernd auf unser Gehirn aus.

Artikel zuerst erschienen im AMIRA-Pocket-Magazin 4/2020

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