Kostbares Gewürz damals und heute – der Zimt

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Mit Rezept

In früheren Zeiten waren Gewürze sehr teuer, da sie um die halbe Welt per Seeroute zu uns gelangen mussten. Daher fanden sie ausschließlich an hohen Feiertagen Verwendung – und zu diesen Ehrentagen zählt auch Weihnachten.

Zimt gilt als eines der ältesten Gewürze der Menschheit und ist seit mindestens 2000 Jahren v. Chr. in Indien und China bekannt. Auch die alten Ägypter und das antike Griechenland kannten und nutzten die aromatische Baumrinde aus Ceylon. Wer heute den typischen Weihnachtsduft beschreiben möchte, der kommt an ihm nicht vorbei. Heutzutage finden wir den Klassiker der Weihnachtsgewürze in Zimtsternen, Magenbrot, Lebkuchen, Bratapfel, gerieben auf verschiedenen Desserts und Marzipankartoffeln und natürlich im klassischen Glühwein. In der Weihnachtszeit wird er auch für kräftige Speisen genutzt und verfeinert die Bratensoße oder den Rotkohl.

Herstellung & Geschmack

Zimt wird aus der getrockneten Rinde von Zimtbäumen (Cortex cinnamomi) hergestellt. Bei der Ernte wird die dünne Bastschicht der Rinde vom Baum abgeschält. Sie rollt sich frisch geerntet röhrenartig zum Stangenzimt zusammen. Auf diese Weise werden sechs bis zehn Stück dieser feinen Innenrinden ineinandergeschoben, bevor man sie trocknen lässt. Je nach Baumart variiert auch der Geschmack: der Ceylon-Zimt ist eher mild und süßlich-aromatisch, der Cassia-Zimt schmeckt deutlich kräftiger im Geschmack und weniger süßlich. Zimtbäume gehören zur Familie der Lorbeergewächse (Lauraceace).

Der Geschmack geht auf das aromatische Zimtöl zurück, das zu 75 Prozent aus trans-Zimtaldehyd besteht. Im Cassia-Zimt finden sich außerdem noch geringe Mengen an dem sekundären Pflanzenstoff Cumarin, der in Einzelfällen hepatotoxisch wirken kann. Daher sollte er nicht übermäßig viel eingenommen werden. Schwangere sollten aus diesem Grund besser Ceylon-Zimt verwenden. Während der Schwangerschaft ist Zimtöl übrigens kontraindiziert, da es Wehen auslösen kann.

Anwendung & Eigenschaften

In der Pflanzenheilkunde wird Zimt vor allem zur Behandlung von Magen-Darm-Beschwerden aufgrund seiner karminativen, spasmolytischen und motilitätsfördernden Eigenschaften eingesetzt. Daher bietet er sich sowohl bei schmerzhaften Krämpfen mit Blähungen als auch bei Appetitlosigkeit oder bei Völlegefühl an. Noch unklar ist sein Einsatz bei Diabetes oder zur Senkung des Cholesterinspiegels. Die lipid- und blutzuckersenkende Wirkung, die ihm nachgesagt wird, ist bisher nicht ausreichend belegt. Zimt hat zudem eine antibakterielle und antimykotische Wirkung.

Rezept: Zimtsterne – der Klassiker mit Gelinggarantie

Wer immer wieder Ärger bei der Herstellung von Zimtsternen hatte, der wird dieses Rezept lieben. Der Teig klebt nicht bei der Herstellung und das Gebäck wird saftig weich.

Zutaten für den Teig:

  • 500 g gemahlene Mandeln
  • 300 g Puderzucker (und Puderzucker für die Arbeitsfläche)
  • 2 Teelöffel Zimt
  • 2 Eiweiß
  • 2 Esslöffel Mandelsirup

Zutaten für die Glasur:

  • 125 g Puderzucker
  • 1 Eiweiß

Zubereitung:

  1. Die geriebenen Mandeln mit Puderzucker und Zimt mischen.
  2. Zwei Eiweiß und den Mandelsirup zugeben.
  3. Alles gut mit der Hand oder dem Knethaken des Handrührgerätes verrühren und anschließend zu einem glatten Teig kneten.
  4. Die Arbeitsfläche mit Puderzucker bestreuen und den Teig etwa 1 cm dick ausrollen. Sterne ausstechen und auf ein mit Backpapier belegtes Backblech legen. Tipp: Wenn der Ausstecher irgendwann klebt und die Sterne sich nicht mehr leicht ablösen lassen, einfach in Puderzucker tauchen.
  5. Für die Glasur ein Eiweiß sehr steif schlagen und den gesiebten Puderzucker nach und nach zugeben. Die Sterne mit der Mischung bepinseln.
  6. Im vorgeheizten Backofen – auf der untersten Schiene damit die Zimtsterne nicht zu hart werden oder verbrennen – bei 150 Grad Ober-/Unterhitze etwa 10 bis 15 Minuten backen.

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