Hausärzte und Corona-Impfung: Kein AstraZeneca

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Hinsichtlich der Lieferungen von AstraZeneca kam es zu kurzfristigen Änderungen. Was sind die Hintergründe?  Was passiert mit bereits ausgestellten Impfstoffrezepten? Alle aktuellen Infos findest du in diesem Artikel.

In der Woche vom 26. April bis zum 02. Mai wird es anders als in der Woche zuvor keine Lieferung des COVID-19-Impfstoffes Vaxzevria für die Hausärzte geben. Nachdem es in der vergangenen Woche noch hieß, die Ärzte sollten generisch verordnen, damit die Apotheken die Vials 1:1 mit Comirnaty und Vaxzevria über den Großhandel bestellen können, wurde das Bestellprozedere in dieser Woche kurzfristig umgestellt.

Die Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV) gab bekannt, dass die Ärzte den Impfstoff Comirnaty von BioNTec/Pfizer mit der PZN 17377588 plus dem erforderlichen Impfzubehör auf dem Rezept ordern sollen. Pro Arzt können 24 bis 48 Impfstoffdosen bei den Apotheken geordert werden. Das entspricht also vier bis acht Vials. Diese Menge kann durch die Großhändler eingekürzt werden. Die Mindestliefermenge ist abhängig von der Anzahl der Gesamtbestellungen. Jeder Verordner soll dabei mindestens 24 bis 30 Dosen BioNTech/Pfizer erhalten, das entspricht vier bis fünf Vials.

Hausärzte und Corona-Impfung – Anpassungen der Liefermenge

Damit in der letzten Aprilwoche genügend Menschen geimpft werden können, obwohl der AstraZeneca-Impfstoff fehlt, erhöht das Bundesministerium für Gesundheit die Liefermenge von Comirnaty von den ursprünglich geplanten 1,5 auf zwei Millionen Dosen. Ärzte, die bereits ihr Impfstoffrezept ausgestellt haben, sollen es laut KBV in Rücksprache mit der Apotheke abändern. Auf dem neuen Formular soll der Satz „Austausch gegen das Rezept vom XX. April 2021“ stehen. Wer die bereits ausgestellte Verschreibung belassen möchte, muss sich darauf einstellen, dass die bestellte Menge Vaxzevria ersatzlos gestrichen wird.

Weder das BMG noch die KBV äußerten sich bislang über die Hintergründe dieser recht kurzfristigen Änderung. Bislang standen den Hausarztpraxen etwa eine Million Impfstoffdosen zur Verfügung, die sie verimpfen konnten. Geordert wurden allerdings 1,46 Millionen, denn die Impfbereitschaft in Deutschland ist noch ungebrochen hoch. Ab Mai sollen die ausgelieferten Mengen daher noch ansteigen, damit die Durchimpfungsrate in Deutschland schneller ansteigt. Bis zum 18. April nahmen 15.906.352 Menschen die erste Impfung entgegen, das entspricht einer Quote von 19,13 je 100 Einwohner. Einen vollständigen Impfschutz haben lediglich 5.425.929 Menschen erhalten.

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