Hand-Mund-Fuß-Krankheit (HFMK) bei Kindern & Erwachsenen: Was hilft?

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Foto: iStock/South_agency

Im Herbst werden einige Krankheiten häufiger diagnostiziert – beispielsweise die Hand-Mund-Fuß-Krankheit. Sie betrifft vorwiegend Kinder unter zehn Jahren, kann aber auch Erwachsene befallen. Wie wird sie behandelt?

Wie entsteht die Hand-Mund-Fuß-Krankheit?

Die Hand-Mund-Fuß-Krankheit wird von etwa fünfzehn verschiedenen Enteroviren verursacht – laut Robert-Koch-Institut (RKI) hauptsächlich Coxsackie-A-Viren oder das Enterovirus A71. Die Erkrankung kann ganzjährig auftreten, meistens wird sie jedoch im Spätsommer und Herbst diagnostiziert.

Die Viren werden mittels Tröpfchen- und Schmierinfektion über den Speichel, die Flüssigkeit der entstandenen Bläschen, Nasensekret und den Stuhl übertragen. Das erklärt die weite Verbreitung in Kinderbetreuungseinrichtungen und warum an dieser Stelle eine gute Handhygiene essenziell ist.

Am häufigsten sind Kinder zwischen ein und drei Jahren betroffen – aber auch ältere Kinder oder Erwachsene können sich anstecken.

Welche Symptome haben die Erkrankten?

Über 80 Prozent der Infizierten zeigen keinerlei Krankheitszeichen, können das Virus dennoch weiterverbreiten. Die restlichen 20 Prozent entwickeln nach einer Inkubationszeit von drei bis sieben Tagen zunächst Fieber, Halsschmerzen und Appetitlosigkeit. Circa zwei Tage später entsteht ein Ausschlag mit roten Flecken auf der Mundschleimhaut, an den Handflächen und Fußsohlen, die sich innerhalb von zwei weiteren Tagen zu juckenden und schmerzhaften Bläschen weiterentwickeln. Der Ausschlag kann ebenfalls an Po und Knien auftreten.

Nach ungefähr sieben bis zehn Tagen klingen die Symptome ab und die Bläschen beginnen abzuheilen. Viele Kinder verlieren bis zu zwei Monate nach der Erkrankung einzelne Finger- oder Zehennägel, die jedoch immer wieder nachwachsen.

Wie wird behandelt?

Da es sich um eine virale Infektion handelt, ist eine kausale Therapie nicht möglich. Daher wird symptomatisch behandelt. Antipyretika wie Paracetamol oder Ibuprofen wirken fiebersenkend und schmerzlindernd. Eine entzündungshemmende Zinkoxid-Schüttelmixtur (Lotio alba aquosa DAC/NRF) wird punktuell auf die Bläschen aufgetragen und lindert den juckenden, meist schmerzenden Ausschlag. Kombiniert mit dem Lokalanästhetikum Polidocanol (in Anaesthesulf Lotio von Infectopharm Arzneimittel) wird diese Wirkung verstärkt und die Bläschen heilen schneller ab. Auch synthetische Gerbstoffe, die zum Beispiel in Tannosynt Lotio von Almirall enthalten sind, helfen gegen den Juckreiz und verhindern ein Aufkratzen der Bläschen.

Bei starken Beschwerden im Mundbereich können schmerzlindernde Gele mit Lidocain oder Polidocanol auf die Bläschen aufgetragen werden (Dynexan Mundgel von Kreussler Pharma, Kamistad Gel von Stada u. a.).

Es sollten vor allem weiche, kühle, gut rutschende Speisen – zum Beispiel Joghurt, Eis, Pudding oder Suppe – angeboten werden. Eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr ist für eine rasche Heilung unerlässlich, daher sollten säurearme Getränke – Wasser oder lauwarme Tees (Kamille, Salbei, Thymian) – am besten mit einem Strohhalm trinken lassen.

Ist die Erkrankung gefährlich?

Auch wenn die Krankheit äußerst unangenehm für alle Beteiligten ist, heilt sie meist folgenlos wieder aus. Lediglich für Menschen mit Abwehrschwäche (HIV, Immunsupprimierte etc.) oder Neugeborene kann eine Ansteckung lebensgefährlich werden und schlimmstenfalls eine Meningitis oder schwere Organschäden an Herz oder Leber verursachen. Eine Infektion in der Schwangerschaft hat jedoch keine Auswirkungen auf das Ungeborene.

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