Frauengesundheit: Die 5 besten Pflanzen in der Phytotherapie

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Seit jeher werden Heilpflanzen verwendet, um diverse Beschwerden zu lindern. Von Hebammen bis zu Homöopath:innen werden sie genutzt, um auch Frauenleiden zu verringern. Wir stellen dir die wichtigsten Pflanzen vor.

Passend zu unserem Themenmonat findest du hier die wichtigsten Heilpflanzen für das frauliche Wohlbefinden. Einige Wirkaspekte der Phytotherapie sind mittlerweile wissenschaftlich belegt. Welche Gewächse wirken krampflösend, appetitanregend oder helfen beispielsweise bei Stimmungsschwankungen?

Phytotherapie – die heilende Kraft der Natur

Mönchspfeffer (Vitex agnus-castus)

Hippokrates empfahl die Anwendung von Mönchspfeffer bereits bei Menstruationsproblemen – auch heute bezeichnen viele Frauenärzt:innen die beerenartigen Keuschlammfrüchte, die echtem Pfeffer stark ähneln, als gynäkologisches Allheilmittel. Mönchspfefferextrakt kann das hormonelle Gleichgewicht im Körper wiederherstellen, prämenstruelle sowie Regelbeschwerden lindern und den weiblichen Zyklus harmonisieren. Bei unerfülltem Kinderwunsch und zur Milchbildung in der Stillzeit kann Mönchspfeffer angewendet werden. Sowohl in der Homöopathie als auch in der Schulmedizin gibt es diverse Fertigarzneimittel – beispielsweise Agnucaston oder Mastodynon von Bionorica SE und diverse Generika.

 

Traubensilberkerze (Cimicifuga racemosa)

Typische Wechseljahrsbeschwerden wie Hitzewallungen, Schweißausbrüche oder psychische Symptome – beispielsweise Stimmungsschwankungen und Schlafstörungen – können mit Extrakten aus dem Traubensilberkerzenwurzelstock wirksam gelindert werden. Da die Pflanze unangenehm riecht und schmeckt, wird sie mittlerweile nicht mehr als Teedroge, sondern ausschließlich als Fertigarzneimittel in Tablettenform angewendet. Zum Beispiel gibt es Remifemin von Schaper und Brümmer, Klimadynon von Bionorica SE und andere Generika.

 

Frauenmantel (Alchemilla vulgaris)

Frauenmantel aus der Familie der Rosengewächse (Rosaceae) ist eine der wichtigsten Heilpflanzen für Frauen. Sie wird sowohl bei Kinderwunsch als auch in Schwangerschaft, Wochenbett und Wechseljahren eingesetzt. Neben Bitterstoffen, Gerbstoffen und Saponinen enthält Frauenmantel ebenfalls Phytohormone, die dem weiblichen Geschlechtshormon Progesteron ähneln. Hebammen verordnen Frauenmanteltee in der Frühschwangerschaft zur Reduzierung von Fehlgeburten, Geburtsvorbereitung, Stimulation der Milchbildung und Rückbildung der Gebärmutter. Aufgrund des hohen Gerbstoffgehaltes wird der Tee auch bei Durchfallerkrankungen oder bei Entzündungen im Mund- und Rachenraum eingesetzt.

 

Himbeere (Rubus idaeus)

Obwohl jeder die roten wohlschmeckenden Früchte kennt und liebt, wissen oftmals nur schwangere Frauen um die Wirkung der Himbeerblätter zur Geburtsvorbereitung. Gerbstoffe und Flavonoide kräftigen die Gebärmutter und das umliegende Bindegewebe, lockern aber gleichzeitig die Muskulatur im Unterleib. Wenn Himbeerblättertee vier Wochen vor dem errechneten Geburtstermin regelmäßig getrunken wird, sollen der Geburtsverlauf positiv beeinflusst und einem Dammschnitt oder -riss wirksam vorgebeugt werden.

 

Schafgarbe (Achillea millefolium)

Schafgarbe gehört zur Familie der Asteraceae und enthält neben ätherischen Ölen Gerbstoffe, Bitterstoffe und Flavonoide. Das Kraut fördert eine zu geringe und hemmt eine zu starke Menstruationsblutung. Es durchwärmt die Beckenorgane und lindert Menstruationskrämpfe. Auch bei Magen-Darm-Problemen wirkt die Teedroge krampflösend und appetitanregend. Die Heilpflanze kann auch als Pflanzenaufguss/Sitzbad genutzt werden.

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