Erholsamer Schlaf: Wie Gewichtsdecken helfen können

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Foto: iStock/andresr

Es gibt die Gewichtsdecke in verschiedenen Farben und Gewichten – für Erwachsene und auch Kinder. Früher nur in der Therapie angewandt, findet sie sich heute in immer mehr Privathaushalten. Was bringt die Gewichtsdecke?

Gewichtsdecken (auch sensorische Decken/Therapie-Decken) verfügen wegen ihrer speziellen Füllung über ein höheres Gewicht als gewöhnliche Bettdecken. Aufgrund des Tiefendrucks soll die Schlafqualität verbessert und das allgemeine Wohlbefinden gesteigert werden. Sie wurden bis vor Kurzem hauptsächlich in der Behandlung von Krankheiten genutzt. Mittlerweile halten sie Einzug in die privaten Haushalte.

Gewichtsdecken: Was ist zu beachten?

Im optimalen Fall sollte die Decke zehn Prozent des Körpergewichts ausmachen. Wenn sie zu schwer gewählt wird, behindert sie dich in deinen Bewegungen. Wenn du eine zu leichte Variante aussuchst, unterscheidet sie sich nicht von einer normalen Decke. Die Gewichtsdecke ist mit Kunststoffkügelchen oder winzigen Glasperlen befüllt und löst mit ihrem Gewicht einen sanften, gleichmäßigen Druck auf den Körper aus. Diese Schwere soll wie bei einer Massage beim Entspannen und Abschalten helfen.

Außerdem soll dem Gehirn mithilfe des Tiefendrucks das gleiche Signal vermittelt werden, das etwa bei einer Umarmung entsteht. Es fördere bei angemessenem Gewicht die Ausschüttung des Glückshormons Serotonin sowie des Schlafhormons Melatonin und senke gleichzeitig den Spiegel des Stresshormons Cortisol.

Für wen sind sie geeignet?

Die Entscheidung richtet sich nach dem persönlichen Empfinden. Während die eine Person sich eingeengt fühlt, kann die andere besser schlafen, weil sie sich durch das Gewicht der Decke beschützt oder beruhigt fühlt. Es erinnert an ein Ritual aus der Kindheit: Vater oder Mutter setzen sich an das Bett und legen die Decke fest um das Kind.

Entspannen mit Gewichtsdecke – leichtes Gefühl unter der Schwere

Wenn die Konzentrationsfähigkeit im Alltag spürbar nachlässt, die innere Unruhe zunimmt und man sich überfordert fühlt, kann eine Gewichtsdecke Abhilfe schaffen. Eine beschwerte Decke eignet sich für eine kurze Entspannung, ob Erholung zwischen dem Unterricht, Bücherlesen am Abend oder einer kurzen Meditation. Diese kostbare Ruhephase reicht aus, um sich im eigenen Körper wohler zu fühlen, sich besser zu konzentrieren und die Herausforderungen des Tages einfacher zu bewältigen.

Therapeutischer Nutzen

Es liegt nahe, dass unter der Gewichtsdecke die Bewegungen eingeschränkter möglich sind, weil die Gliedmaßen unter der Schwere schneller müde werden. Dieser Aspekt sorgt dafür, dass der Körper schneller zur Ruhe findet. Bis jetzt wurden sie vor allem im Therapiebereich – zum Beispiel bei autistischen Kindern, Tourette-Patient:innen oder Soldat:innen, die an posttraumatischen Belastungsstörungen leiden – eingesetzt. Auch Angstsymptome können mithilfe der Decken gelindert werden. Patient:innen, die an Panikattacken leiden, sollen sich mit ihr besser beruhigen können. Auch bei ADHS, Asperger-Syndrom und Autismus sowie bei bestimmten Schmerzen soll ihre entspannende Wirkung von Vorteil sein.

Somit kann eine Gewichtsdecke bei einer Vielzahl von gesundheitlichen Problemen helfen, jedoch sollte bei länger auftretenden Problemen immer ein Arzt bzw. eine Ärztin zu Rate gezogen werden.

Kostenfaktor

Falls du eine Gewichtsdecke erstehen möchtest, musst du mit einem Preis von 140 Euro bis circa 300 Euro aufwärts rechnen. Doch für einen besseren Schlaf oder den therapeutischen Zweck könnte der Nutzen überwiegen.

 

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