Echter Thymian – das Powerkraut nicht nur gegen Husten

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Mit Rezept

Schon historische Berühmtheiten wie Plinius der Ältere und Hippokrates wussten, dass der echte Thymian (lat. Thymus vulgaris) ein wahres Multitalent unter den Heilpflanzen und den Gewürzen ist.

Herkunft und Botanik des Thymians

Der Ursprung des Thymians findet sich in den Mittelmeerländern südlich von Europa (Südfrankreich, Italien und Spanien). Mittlerweile ist er auch in Deutschland an mehreren Stellen eingebürgert und wächst auf kargem und steinigem Untergrund unter trocken-heißen Klimabedingungen. Botanisch zählt die Pflanze zur Gattung der Thymiane (lat. Thymus) innerhalb der Familie der Lippenblütler (lat. Lamiaceae).

Charakteristische Merkmale und Inhaltsstoffe

Der echte Thymian ist ein mehrjähriger, immergrüner und winterharter Halbstrauch mit einer Wuchshöhe von zehn bis 40 Zentimetern. Die Zweige sind stark verästelt und verholzen mit zunehmendem Alter. Die kreuzgegenständigen Laubblätter sind schmal elliptisch mit grau-grüner Oberseite und grau-weißer, filzig behaarter Unterseite. In den Drüsenhaaren sind die ätherischen Öle enthalten. Zur Blütezeit von Juni bis Oktober entwickelt der Thymian kleine blassrosa bis hellviolette trichterartige Blüten, die die für die Familie bekannte Lippenform aufweisen und aus fünf Kronblättern sowie vier Staubblättern bestehen.

Thymus vulgaris enthält viele verschiedene ätherische Öle – allen voran das antiseptische Thymol, aber auch Geraniol, Linalool, Carvacrol und Borneol. Des Weiteren sind Bitterstoffe, Gerbstoffe und Flavonoide enthalten.

Thymian als Heilpflanze: Wofür wird er verwendet?

Aufgrund seiner vielfältigen Inhaltsstoffe findet Thymiankraut in zahlreichen Formen Anwendung. Nicht umsonst wurde es zur Heilpflanze des Jahres 2006 ausgezeichnet. Ätherisches Thymianöl wirkt nachgewiesen antibakteriell, antiviral, spasmolytisch, sekretolytisch und entzündungshemmend und wird deshalb gegen Katarrhe der oberen Luftwege, bei Bronchitis, Sinusitis, grippalen Infekten und Keuchhusten eingesetzt.

Des Weiteren hat die Heilpflanze eine verdauungsfördernde und appetitanregende Wirkung und hilft bei Magenschmerzen, Durchfall, Krämpfen und auch Menstruationsbeschwerden. Es gibt sie in unterschiedlichen Anwendungs- und Darreichungsformen. Beispielsweise wird die Droge direkt als Dampfbad oder Teeaufguss angewendet oder zu Frischpflanzensaft oder Extrakten weiterverarbeitet. Letztere sind in Säften, Sirupen, Tropfen, Mundwässern oder Tabletten enthalten. Oft wird Thymian dabei mit anderen Wirkstoffen kombiniert.

Ausschließlich Thymian ist zum Beispiel in Thymiverlan (Verla-Pharm Arzneimittel), in Thymian-ratiopharm Hustensaft und Tussamag Hustensaft N (beide ratiopharm) und im Schoenenberger Naturreiner Heilpflanzensaft Thymian (Walther Schoenenberger Pflanzensaftwerk) enthalten.

Aromatisches Gewürz in der Küche

Obwohl die ganze Pflanze essbar ist, verwendet man in der Küche hauptsächlich die frischen oder getrockneten Blätter. Sie sollten vorsichtig beim Würzen gebraucht werden, weil Thymian sehr aromatisch ist. Der intensive Geschmack drängt sich anderenfalls zu sehr in den Vordergrund. Besonders in der mediterranen Küche und der Südstaatenküche der USA spielt das Gewächs eine große Rolle. Es regt den Appetit sowie die Verdauung an und macht fette Speisen bekömmlicher. Fleisch-, Fisch- und Gemüsegerichte sowie Saucen können ideal mit Thymian verfeinert werden. Somit ist sowohl in der Medizin und der Pharmazie als auch in der Küche das Multitalent Thymian nicht wegzudenken.

Bist du jetzt auch auf den Geschmack gekommen? Dann haben wir wie jeden Freitag ein leckeres und einfaches Rezept für dich vorbereitet.

Genuss pur: Walnuss-Thymian-Pesto

  • 50 g Thymian
  • 15 g Parmesan
  • 80 g Walnusskerne
  • 80 ml Olivenöl
  • 1 kleine Knoblauchzehe
  • 1 Prise Meersalz
  • 1 Prise Pfeffer

Thymian waschen, gut trocken schütteln. Thymianblätter von den Stielen entfernen. Den Parmesan fein reiben. Alle Zutaten mit dem Olivenöl pürieren sowie mit Meersalz und Pfeffer abschmecken. Das Pesto lässt sich beliebig mit Pasta, Kartoffeln, Lammfleisch oder anderen schmackhaften Komponenten kombinieren. Guten Appetit!

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