Die ideale Ernährung bei Säuglingen: das beste Essen für Babys

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Foto: iStock/fatihhoca

Für eine gesunde Entwicklung und eine gute Allergievorsorge spielt die richtige Ernährung bei Säuglingen eine besondere Rolle. Doch was ist das beste Essen in der Wachstumsphase? Unsere Übersicht hilft weiter.

Ernährung bei Säuglingen: Stillen

Stillen ist das Beste für Neugeborene, da die Muttermilch alle wichtigen Nährstoffe enthält, die für eine gesunde Entwicklung gebraucht werden. Im ersten Lebenshalbjahr sollten die Säuglinge ausschließlich gestillt werden, mindestens jedoch bis zum fünften Monat. Durch Stillen kann unter anderem das spätere Risiko für Übergewicht beim Kind reduziert werden. Eine Stilldauer von fünf bis sechs Monaten bietet zusätzliche Schutz zur Vorbeugung von Allergien. Dabei ist die Muttermilch zusätzlich den Bedürfnissen des Säuglings optimal angepasst: Sie ist ideal temperiert und unterwegs ist keine aufwendige Zubereitung – wie bei einer Anfangsmilch – notwendig.

Aber nicht nur die Säuglinge auch die Mütter profitieren vom Stillen. Neben der positiven Wirkung auf die Schwangerschaftsrückbildung wird vermutet, dass das Risiko für Eierstock- und Brustkrebs sowie für Diabetes-Typ-2 verringert werden.

Durch die Ernährung wird die Kindesgesundheit stark beeinflusst, da die Zusammensetzung der Muttermilch stark von ihr abhängt. Deshalb sollte sie abwechslungsreich und trotzdem ausgewogen gestaltet werden. Die Verbraucherzentrale rät deshalb zweimal die Woche zum Verzehr von Seefisch, dabei mindestens einmal ein fettreicher Fisch (zum Beispiel Makrele oder Lachs). Gegen eine vegetarische Ernährung ist in der Stillzeit nichts einzuwenden, wenn die Auswahl der Lebensmittel ausgewogen ist. Eine vegane Ernährung ist wiederum umstritten.

Säuglings-Milch: Ist Anfangsnahrung gesund?

Anfangsnahrung für Säuglinge (auch Pre- oder 1-Nahrung) ist von Geburt an und im gesamten ersten Lebensjahr geeignet. Sie kann je nach Bedarf dem nicht oder nicht voll gestillten Neugeborenen gegeben werden. Folgenahrung (2- oder 3-Nahrung) ist nach Einschätzung von Experten nicht unbedingt notwendig – außer als Ergänzung von Beikost, wenn zeitgleich nicht gestillt wird. Falls ein erhöhtes Allergierisiko vorliegt, sollte im ersten Jahr eine HA-Säuglingsnahrung (hydrolysierte Anfangs- oder Anschlussnahrung) gegeben werden.

Unabhängig von der Milchnahrung gelten bei der Zubereitung die gleichen Regeln: Die Milchnahrung immer frisch und vor der Mahlzeit zubereiten und das benötigte Leitungswasser nach dem Abkochen auf 30° bis 40° abkühlen lassen. Die übrig gebliebene Milch sollte umgehend entsorgt werden.

Beikost bei Säuglingen

Die Beikost-Einführung – so die Empfehlung des Netzwerks Gesund ins Leben – sollte frühestens mit Beginn des fünften, spätestens aber mit Beginn des siebten Lebensmonats erfolgen. Dazu sollte das Baby weiterhin gestillt werden. Die Empfehlung für den ersten Brei ist eine

  1. Kombination aus Gemüse, Kartoffeln und Fleisch bzw. Fisch oder hartgekochtem Eigelb,
  2. darauf folgen ein Milch-Getreide-Brei
  3. und ein milchfreier Getreide-Obst-Brei.

Die Breie sollten im Abstand von je einem Monat eine Still- oder Säuglingsmilchnahrung ersetzen, sonstige Mahlzeiten sind auch weiterhin Mutter- oder Säuglingsmilch. Beim Kauf von Fertigprodukten sollte darauf geachtet werden, dass kein zusätzliches Salz oder Zucker beigemischt wurden.

Getränke – ab wann sind zusätzliche Flüssigkeiten ratsam?

Babys benötigen erst mit Einführung des dritten Breis (siehe Beikost bei Säuglingen) zusätzliche Flüssigkeit. Ab diesem Zeitpunkt sind kalorienfreie Getränke – wie Trinkwasser oder ungesüßter Tee – am besten geeignet und bieten die optimale Ergänzung zur Milchernährung. Dabei gilt es zu beachten, dass ein zusätzliches Getränk (200 Milliliter) reicht, um den Flüssigkeitsbedarf eines Säuglings zu decken. Vorwiegend sollten die Flüssigkeiten aus Bechern oder Tassen verabreicht werden, da die „Flasche zum Einschlafen“ oder das „Dauernuckeln“ das Risiko von Zahnkrankheiten erhöht.

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