Bye bye Achselschweiß – Deo mit oder ohne Aluminium?

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Foto: iStock/gece33

Ob an warmen Tagen oder unter Stress in der Apotheke: Achselnässe, Schweißflecken und Geruch sind unangenehm und vielen peinlich. Deshalb ist ein zuverlässiges Deo notwendig. Worauf ist bei der Auswahl zu achten?

Eigentlich ist es paradox, dass die Körpernässe in unserer Gesellschaft verpönt ist. Denn Schwitzen ist gesund und hat eine wichtige Funktion: Der Schweiß dient zur Wärmeregulierung des Körpers. Er benetzt die Haut mit einem dünnen Feuchtigkeitsfilm und lässt sie durch die Verdunstung abkühlen. So wird eine Überhitzung des Organismus vermieden. Schweiß besteht bis zu 99 Prozent aus Wasser. Zudem enthält er Salz, Kalium und Mineralstoffe.

Wer frisch aus der Dusche steigt und in gewaschener Kleidung steckt, muss zuallererst keinen unangenehmen Geruch durch Schweiß befürchten. Erst wenn er durch die Bakterien in der Achselhöhle zersetzt wird, wird der unangenehme Duft vernommen. Herkömmliche Deos enthalten antibakterielle Zusätze, die die Wachstumsbedingungen von Bakterien verschlechtern, sowie Duftstoffe, die den unerwünschten Geruch überdecken.

Zu welcher Tageszeit solltest du das Deo auftragen?

Die normal erhältlichen Deos können jeden Tag benutzt werden. Dabei muss jede Person individuell abwägen, ob sie ein Deo mit oder ohne Aluminium verwenden möchte. Aluminiumhaltige Deos können vor allem in den Sommermonaten bei starkem Schwitzen Abhilfe schaffen. Sie werden am besten abends auftragen, da die Schweißdrüsen über Nacht weniger aktiv sind. Bei richtiger Anwendung kann der zwei- bis dreimalige Einsatz innerhalb einer Woche ausreichen, um die Absonderung zu mindern.

Deos, die hauptsächlich den Geruch überdecken sollen und mit Parfüm- oder Duftstoffen versetzt sind, trägst du am besten morgens auf. Ein Tipp für diejenigen, die auf den Zusatzstoff Aluminium mehr verzichten wollen, ist der Wechsel im Winter zu empfehlen. In der kalten Jahreszeit wird weniger Schweiß produziert und du kannst somit wenigstens ein paar Monate auf die Aluminium-Variante verzichten. Auch beim Auffrischen über den Tag ist ein Deo ohne Aluminiumzusatz ausreichend. Denn Deos überdecken nicht den alten Schweiß, sondern entfalten ihre Wirkung lediglich im Hinblick auf die nachfolgende Transpiration.

BfR: Krankheiten durch Aluminiumsalze in Deo unwahrscheinlich

Antitranspirantien unterbinden die Entstehung von Achselnässe. Laut Stiftung Warentest erzielen diesen Effekt zugesetzte Aluminiumsalze. Sie blockieren die Schweißporen temporär und hemmen den Schweißfluss. Aluminiumsalze sind umstritten und galten Studien zufolge als möglicherweise Brustkrebs begünstigend.

Dazu veröffentlichte das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) 2020 eine neue Stellungnahme, die auf drei aktuellen Studien basiert. Demnach ist eine „gesundheitliche Beeinträchtigungen durch den regelmäßigen Gebrauch von ACH-haltigen Antitranspirantien nach dem gegenwärtigen wissenschaftlichen Kenntnisstand unwahrscheinlich.“

Wusstest du, dass wir Aluminium auch über die Nahrung aufnehmen? Es kann sich im Körper anreichern und wirkt in zu großen Mengen giftig. Dann kann es Knochen, Gehirn und Organe schädigen. Laut BfR spielen aluminiumhaltige Deos dabei jedoch nur eine untergeordnete Rolle: „Der Beitrag von aluminiumhaltigen Antitranspirantien zur Gesamtbelastung mit Aluminium ist deutlich geringer als bisher angenommen“, heißt es.

Für ein gutes Deo oder Antitranspirant musst du übrigens nicht unbedingt tief ins Portemonnaie greifen. Besonders gut schnitten im Vergleich der Stiftung Warentest die Eigenmarken von Drogerien und Discountern ab.

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